Die Topinambur
kann wegen ihres hohen Gehaltes des Kohlenhydrates Inulin, welches zu Fruchtzucker und nicht zu Glucose abgebaut wird, besonders Zuckerkranken empfohlen werden. Des weiteren wird Ihr eine appetithemmende Wirkung zugeschrieben. Auch als Hilfsmittel bei Beschwerden von Leber, Magen und Galle wird sie in der Volksmedizin eingesetzt.
Ihr Geschmack ist süßlich und nußartig und erinnert an die Artischocke.
Der oberirdische Teil ähnelt einer stark belaubten Sonnenblume, mit der sie botanisch verwandt ist.
Zubereitung und Verwendung
Die hauchdünne Schale der Topinambur braucht nicht geschält zu werden. Kräftiges bürsten reicht aus, um evtl. vorhandene Erdreste zu entfernen. Roh und geraspelt, bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe am besten erhalten. Beim Kochen oder Braten sollte man wenig Wasser oder Fett benutzen, denn sonst treten die Geschmacksträger aus und die Knolle wird fade. Gegart kann sie ganz, geschnitten oder pürriert serviert werden. Panniert oder in Teig umhüllt und in Fett gebacken, oder mit einer hellen Soße serviert sind weitere Möglichkeiten der Zubereitung dieser nahrhaften Knolle.
Durch ihren hohen Gehalt an Fructose eignet Sie sich hervoragend zur Safterzeugung und auch zur Vergärung zu Alkohol.
Einkauf und Lagerung
Die meist rosascheinende Wurzel darf keine starke Braunfärbung an den Schnittstellen aufweisen. Sie wird mit zunehmendem Alter schrumpelig und weich. Ähnlich der Kartoffel sollte sie kühl und dunkel aufbewahrt werden, dann läßt sie sich mehrere Wochen lagern.
Herkunft und Anbaugebiete
Ursprünglich aus Südamerika stammend, wird die Topinambur vorwiegend in Frankreich kultiviert. Nach dem Krieg als Kartoffelersatz verwendet, wird sie nun mehr und mehr auch in Deutschland angebaut.